Spiekeroog/Frankfurt, 16. Oktober 2019. Die mitten im Nationalpark Wattenmeer gelegene Nordseeinsel Spiekeroog steht für Ruhe, Entschleunigung, endlos wirkende Sandstrände und eine idyllische Natur, die sich in den Ruhe- und Schutzzonen der Salzwiesen, Dünen und der Ostplatte frei entfalten kann. Nicht ohne Grund wird Spiekeroog auch die „Grüne Insel“ genannt. Damit Bewohner und Gäste der Insel die Schönheit der Natur Spiekeroogs auch in Zukunft genießen können, wird auf der autofreien Nordseeinsel, die Teil des UNESCO Welterbes ist, Nachhaltigkeit und Klimaschutz großgeschrieben.

Ökostrom, Verzicht auf Autos, Preisvorteile für klimabewusste Gäste, Umweltprojekte und -initiativen und eine Koordinatorin für Nachhaltigkeit – Spiekeroog ist Vorreiter im Thema Klimaschutz und macht Nachhaltigkeit sichtbar.

Eine Nachhaltigkeits-Initiative zur Verminderung von CO2-Ausstoß und Müll, Ökostrom und Autofreiheit – Spiekeroog nimmt sich dem Thema Nachhaltigkeit noch bewusster an und unterstreicht die Ernsthaftigkeit dieser Thematik mit der kürzlich geschaffenen Position einer Koordinatorin für Nachhaltigkeit. Ebenfalls wird der Tourismus auf der Insel nur behutsam entwickelt, um so den Einklang zwischen Menschen und Natur weiterhin zu gewährleisten.

Grüne Insel – Spiekeroog setzt erfolgreich auf Alternativen

Nachhaltigkeit beginnt auf Spiekeroog schon bei der Stromversorgung – die Gemeinde Spiekeroog und die Tochtergesellschaft Nordseebad Spiekeroog GmbH beziehen bereits ausschließlich Ökostrom. Und auch private Leistungsanbieter stellen zunehmend um. Selbst der Kinobesuch ist auf der „Grünen Insel“ umweltfreundlich – das Inselkino wird klimaneutral mit Ökostrom und Nahwärme betrieben und ist sogar von der Stiftung myclimate zertifiziert worden. Aber auch außerhalb der Insel wird sich darum bemüht, zu einer Umstellung zu bewegen. So hat auf Initiative der Nordseebad Spiekeroog GmbH inzwischen auch der Hafen des Hafenzweckverbandes Neuharlingersiel vollständig auf Ökostrom umgestellt. Vorreiter ist Spiekeroog auch beim Thema Nachhaltigkeit im Verkehr – denn die Nordseeinsel kommt, bis auf Rettungsfahrzeuge, komplett ohne Autos aus.

Wer das Klima schützt, spart bares Geld

Auch Touristen, die auf der Nordseeinsel urlauben möchten, profitieren von dem Nachhaltigkeitsbewusstsein auf Spiekeroog. Denn die Initiative „Preisvorteil für Klimaschützer“ möchte Gäste, die mit der Bahn anreisen und so positiv zum Umweltschutz beitragen, belohnen. Bahnreisende erhalten 5% Ermäßigung auf den Übernachtungspreis bei den teilnehmenden Betrieben, wie dem Dünenhuus oder der Künstlerherberge.

Für einen naturverträglichen Tourismus setzt sich auch das Projekt „Nationalpark-Partnerschaft“ ein. Gemeinsam mit touristischen Partnern vor Ort möchte das Projekt Regionalität, Qualität und umweltfreundliches Wirtschaften fördern. Betriebe auf Spiekeroog, die sich am Umweltschutz beteiligen möchten und die entsprechenden Kriterien erfüllen, können sich vom Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer als Partner zertifizieren lassen. Bereits 15 Betriebe wurden mit dem Nachhaltigkeitslogo gekennzeichnet.

Sichtbare Nachhaltigkeit

Das Spiekeroog sehr bewusst mit dem Leben im Nationalpark Wattenmeer und UNESCO-Weltnaturerbe umgeht, beweist das Anfang 2019 gegründete Nachhaltigkeitsnetzwerk. Das Netzwerk steht für das Bewusstsein der Verantwortung zur Erhaltung der Lebensgrundlage auf der grünen Insel.

Sichtbar macht Spiekeroog Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit nicht nur durch die Strandmüllboxen für angespülten Müll und die Verwendung von ausschließlich Mehrweggeschirr. Auch das von der Nordseeinsel entwickelte Nachhaltigkeitslogo soll das Thema für Gäste sichtbar machen. Die Kriterien für den Einsatz des Logos in Zusammenhang mit nachhaltigen Initiativen werden zum Teil in Zusammenarbeit mit dem Nachhaltigkeitsnetzwerk entwickelt. Auf dem Logo ist der „Utkieker“ zu sehen, ein Wahrzeichen von Spiekeroog, der für die Weitsicht der Insel mit seinen Bewohnern und Gästen steht.

Klimaschutz mit einer Koordinatorin für Nachhaltigkeit

Klimaschutz ist teuer. Allein die Entsorgung des an den Strand angetriebenen Mülls kostet Spiekeroog einen fünfstelligen Eurobetrag im Jahr. Umso wichtiger ist es nun zielführend zu investieren. Dass die Nordseeinsel das Ziel Umwelt- und Klimaschutz auch zukünftig im Blick behält, zeigt die kürzliche Anstellung einer Koordinatorin für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Barbara Voß ist Diplom-Umweltwissenschaftlerin und war bereits als Klimaschutzmanagerin tätig. Von nun an wird sie mit maßgeschneiderten Projekten und Initiativen dafür sorgen, dass die nachhaltige Entwicklung der Insel weiterhin voranschreitet, damit Spiekeroog auch in Zukunft den Titel „Grüne Insel“ tragen kann und ein Erholungsparadies für Bewohner und Gäste bleibt.

 

Spiekeroog gehört zu den ostfriesischen Inseln im niedersächsischen Wattenmeer, hat eine Fläche von 18 Quadratkilometern und zählt ungefähr 800 Einwohner. Das staatlich anerkannte Nordseeheilbad verfügt über einen kilometerlangen feinen Sandstrand, kleine Wäldchen, eine reizvolle Dünenlandschaft und einen idyllischen Dorfkern. Auf der grünen Insel trübt nichts den unbeschwerten Naturgenuss, denn Spiekeroog ist autofrei.

Gegründet im Jahr 1924, steht die Nordseebad Spiekeroog GmbH seit knapp 100 Jahren für ein authentisches, nachhaltiges, natürliches sowie qualitativ hochwertiges Urlaubserlebnis. Als Teil des UNESCO-Welterbes Wattenmeer folgt die Insel ihrem grünen Leitbild und verfolgt das Ziel, Vorbilddestination in den Bereichen Tourismus, Mobilität, Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu werden. Eigens für die Umsetzung der Projekte initiiert, stehen auf der Agenda unter dem Motto „Nachhaltigkeitsinitiative Spiekeroog“ verschiedene strategische Ziele, die bis 2022 erreicht werden sollen: Neben dem Erhalt und der Entwicklung des natürlichen Lebensraums auf Spiekeroog hat auch der Ausbau nachhaltiger Inselangebote oberste Priorität. Zu den umweltschützenden Initiativen zählen unter anderem die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Spiekerooger Strandhalle, Solaranlagen auf den Zeltplätzen, Strandmüllboxen, ein ganzheitliches Pfandbechersystem, Ökostrom sowie die Installation von Boden-Aschenbechern.

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