Kulinarische Reise durchs Kaffeeland Costa Rica

Costa Rica

Kaffeeliebhaber aufgepasst: Sie lieben das Heißgetränk und wollen erleben, wie die Kaffeebohne wächst und verarbeitet wird bis sie als perfekter Kaffee in ihrer Tasse ist? Dann auf ins Kaffeeland Costa Rica. Mit über 400 Millionen Kaffeebäumen auf circa 5 Millionen Einwohnern können Besucher im grünen Herzen Mittelamerikas zahlreiche Kaffeeplantagen besuchen und spannende Kaffeetouren vom Weg des Kaffees – vom Baum und der Ernte über das Trocknen bis zur Röstung der Bohne – erleben. Durch die landschaftliche Vielfalt mit den flachen, tropisch-heißen Küstenregionen bis ins etwas kühlere Hochland, die nährstoffreichen Böden und das abwechslungsreiche Klima werden in dem Land der Vulkane ausschließlich die qualitativ hochwertigen Arabica Bohnen angebaut. Durch ihren besonders guten und intensiven Geschmack zählt die Arabica Bohne zu den erlesensten Kaffeesorten der Welt.

Das costa-ricanische Kaffeeinstitut hat insgesamt 8 unterschiedliche Kaffeeregionen im Land iden-tifiziert, die virtuell per Video entdeckt werden können: Tarrazu, Valle Central, Orosi, Turrialba, Guanacaste, Tres Rios, West Valley/ Valle Occidental, Brunca.
Das Zentraltal im Hochland ist das älteste Kaffeeanbaugebiet Mittelamerikas mit perfekten klima-tischen Bedingungen und durchschnittlichen Temperaturen um die 17 bis 22 Grad Celsius. Das ist auch der Grund, weshalb sich die meisten Kaffeeplantagen und Anwesen in Höhenlagen von 700 bis 1.600 Metern (teilweise sogar höher als 2000 Meter, wie in der Region Tarrazu) rund um San José im Zentraltal, Heredia und Alejuela befinden.

Mit seiner 200 Jahren alten Tradition spielt Kaffee eine wichtige Rolle in Costa Ricas Wirtschaft und zählt zu den bekanntesten traditionellen Produkten für den Export. Die Kaffeebohne nennen die Ticos “grano de oro” – Goldkorn – und es ist eine Anspielung auf das goldene und wertvolle Korn der Kaffeebohne. Mit der goldenen Ära des Kaffeeanbaus im 19. Jahrhundert erhielt das Land die Grundlage für Wohlstand und politische Stabilität. Um eine gleichbleibend hohe Qualität des Kaf-fees zu garantieren, ist seit 1989 per Gesetz festgelegt, dass nur Arabica angebaut werden darf.
Heute zeigen Kaffeebauern Besuchern gerne die traditionelle costa-ricanische Zubereitungsart des „Café chorreado“, bei welcher der gemahlene Kaffee in eine Art Stoffsäckchen in einem Holzgestell gegeben und mit heißem Wasser aufgegossen wird. Aber wo kommt der Kaffee her, wie wird er angebaut und weiterverarbeitet? Woran erkennt man die Qualität der Bohnen und wie wirkt sich die Röstzeit auf den Geschmack des Kaffees aus? Wer den Geheimnissen des Kaffees auf den Grund gehen möchten, ist bei einer Kaffeetour in Costa Rica genau richtig. Zwischen November und Februar ist Erntezeit und Gäste können helfen, die reifen Beeren zu pflücken.

Einen kleinen Überblick zu Kaffeetouren erhalten Interessierte hier:

Auf den Spuren der Kaffeegeschichte in San José

Die „Seele des Kaffees“ ist im Nationaltheater der Hauptstadt zu finden, dessen Bau einst von der Kaffee-Aristokratie finanziert wurde. Im „Alma de Café“ bekommen Gäste an Kaffeehaustischen das berühmteste Getränk des Landes serviert und können je nach Geschmack aus einer der acht Provinzen wählen.

Im Café Central im Zentralmarkt von San José direkt gegenüber vom Eingang an der Avenida 1, können Besucher einfach dem köstlichen Kaffeeduft folgen: Soll es ein mild-aromatischer Kaffee aus dem Hochland sein oder lieber ein intensiver Kaffee? Erfahrene Baristas kennen die Nuancen der verschiedenen Sorten und machen die traditionelle costa-ricanische Zubereitungsart des „Café chorreado“ lebendig erlebbar. Besonders praktisch: Wer noch ein beliebtes traditionelles Souvenir für zuhause sucht, kann die „Café chorreados“ direkt im Café oder im Markt kaufen. Wer mit dem Start Up Carpe Chepe zu Fuß auf Kaffeetour durch San José geht, schlendert vorbei an prächtigen Villen von einstigen Kaffeeplantagenbesitzern und erhält unterwegs spannende Insider-Tipps zur Kaffeekultur. Es werden schmucke Cafés besucht, in denen insgesamt 3 Verkostungen mit drei unterschiedlichen Zubereitungsprozessen auf dem Programm stehen.

Café Doka Estate
Das Familienunternehmen Doka Estate ist eines der größten Kaffee- und Zuckerrohrplantagen in Costa Rica und befindet sich in 1350 Metern Höhe in den Hängen des Vulkan Poás in der Provinz Alajuela. Hier steht auch die älteste mit hydraulischer Kraft angetriebene Nassmühle des Landes, die im Jahr 2003 zum Baudenkmal erklärt wurde. Bei einem geführten Rundgang durch das charmante Anwesen lernt man alle Prozesse, die zur Herstellung einer hochwertigen Tasse Kaffee durchlaufen werden, kennen.

Finca Rosa Blanca: Übernachten auf einer Kaffeeplantage
Die Finca Rosa Blanca nahe der Hauptstadt ermöglicht es Besuchern inmitten der Kaffeeplantage zu übernachten. Das exklusive Boutique Hotel mit eigener Kaffeeplantage hat sich für die biologische und nachhaltige Herstellung und fairen Handel zertifiziert. Mit einer leichten Brise um die Nase und Blick auf die nahen gelegenen Vulkane erfahren Hotelgäste oder Tagesbesucher, wie Bio-Kaffee angebaut, getrocknet, geerntet und verarbeitet wird. Während der Erntesaison von Oktober bis Januar ist es Besuchern sogar gestattet, bei der Ernte mitzuhelfen. Das ist besonders für Kaffeeliebhaber ein wunderbares Erlebnis.

Hacienda Espíritu Santo
Die Plantage befindet sich in der Stadt Naranjo, etwas außerhalb von San José. Die über 247 Hektar große Kaffeeplantage bietet unter anderem einen ausführlichen Rundgang durch die Anlage der Hacienda. Der Rundgang ist in sieben Stationen unterteilt, von den ersten Schritten der Pflege der Pflanzen bis zum Ausstellungsraum, wo die traditionelle Kaffeezubereitung vorgestellt wird.

Don Juan in Santa Elena im Gebiet Monteverde
Kaffee, Kakao und Zuckerrohr sind die drei zentralen Produkte der costa-ricanischen Landwirt-schaft. Bei Don Juan Tours kann man auf 1.300 Meter Höhe deren Anbau und Verarbeitung kennenlernen – und sie natürlich auch kosten.

Tarrazú ist ein weiteres wichtiges Kaffee-Anbaugebiet, südlich der Hauptstadt San José, umgeben von den Bergen der Pazifikküste. Die Höhenlagen sowie die fruchtbaren Böden bieten beste Bedingungen für den Kaffeeanbau und zahlreiche kleine Familienbetriebe leben hier vom Kaffeeanbau und dem ländlichen Tourismus. Das umliegende Schutzgebiet für mystische Vögel und Wälder wird vom Savegre-Fluss, dem saubersten Fluss Zentralamerikas, durchquert und zieht zahlreiche Naturliebhaber hierher.

“Kulinarische Reise durchs Kaffeeland Costa Rica” als PDF

Menü