Kulturtourismus in Santa Cruz

Santa Cruz geht auf Zeitreise: Von den Ohlone-Ureinwohnern bis zum amerikanischen Bürgerkrieg

Santa Cruz/Frankfurt, 11. Mai 2020. Die meisten Deutschen (33 Prozent) machen am liebsten Entspannungs- oder Badeurlaub, auf Platz drei folgt mit 21 Prozent der Kultururlaub*. All das vereint Santa Cruz County und inspiriert auch jetzt in der reisefreien Zeit mit seinen Angeboten. Denn das Surfer-Paradies lockt nicht nur mit Traumstränden an die kalifornische Pazifikküste, sondern hält auch einige Kulturschätze für seine Besucher bereit. Santa Cruz spielt für die Geschichte Kaliforniens eine zentrale Rolle und präsentiert sich heute als multikulturelles County, das viele Einflüsse nachweisen kann: angefangen beim indigenen Volk der Ohlone, über die spanischen Kolonialherren bis hin zu chinesischen, japanischen und europäischen. Die Kultur und Geschichte all dieser Gruppen ist heute Teil der Identität von Santa Cruz und lässt sich an den verschiedensten Orten und bei mitreißenden Festivals live erleben. Alle Informationen zum sogenannten Heritage Tourism (Kulturtourismus) finden Interessierte unter www.santacruz.org/things-to-do/heritage-tourism. Das Video zum Thema finden Interessierte hier:

Die Ohlone-Ureinwohner

Noch bevor die Spanier nach Santa Cruz County kamen, war die Region jahrtausendelang vom Volk der Ohlone bewohnt. Sie lebten in einzelnen Dorfverbänden in Hütten aus gebogenen Hölzern, die mit Binsen oder Laubwerk abgedeckt waren, und schnitzten Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände aus Holz und Muschelschalen, die sie auch zu kleinen Hügel auftürmten – einige dieser Muschelhügel sind fast 4.000 Jahre alt. Außerdem waren sie geschickte Korbflechter und Floßbauer. Im 18. Jahrhundert wurden die Ohlone von den Spaniern christianisiert; später, zur Zeit des Goldrausches, wurden sie von den Siedlern verdrängt.
Heute wird am jährlichen Ohlone-Tag im Henry Cowell Redwoods State Park die Kultur der Ureinwohner zelebriert. Dabei erleben die Besucher des Festes traditionelle Tänze, können den Ohlone beim Flechten von Körben und Herstellen von Werkzeugen zuschauen sowie ihren Liedern und Geschichten lauschen. Im Naturkundemuseum von Santa Cruz schließlich veranschaulichen gleich mehrere Exponate die Geschichte der Ureinwohner von Santa Cruz. Jährlich betreut das Museum mehr als 30.000 Kinder und Erwachsene. Weitere Informationen unter www.santacruzmuseum.org.

Santa Cruz Mission State Historic Park

Der Santa Cruz Mission State Historic Park ist eine ein Hektar große Insel der Ruhe und lässt die Besucher in die 200-jährige Geschichte der Gegend eintauchen. Dabei steht das lange Hauptgebäude der ehemaligen spanischen Mission im Mittelpunkt der Anlage. Dieses wurde von 1822 bis 1824 aus Lehm erbaut und kann heute besichtigt werden. Hier wurden Weizen, Gerste, Mais sowie Kichererbsen und Linsen angebaut sowie Rinder, Schafe, Pferde und Maultiere gezüchtet. 32 Häuser waren auf dem Areal verteilt, im Missionsgarten gediehen Wassermelonen, Oliven- und Pfirsichbäume. Heute kann das Hauptgebäude an fünf Tagen in der Woche besucht werden. An den Wochenenden erwacht die Mission zu neuem Leben, wenn historische Vorführungen stattfinden und Aktivitäten für Familien angeboten werden. Weitere Informationen unter www.parks.ca.gov/?page_id=548.

Wilder Ranch State Park

Auch auf der Wilder Ranch erleben die Besucher, wie sich das Leben Anfang des 19. Jahrhunderts in Kalifornien zugetragen hat. So können neben einem viktorianischen Haus auch eine frühe Werkstatt besucht werden. Und natürlich gehören auch Tiere auf eine Farm, eine beim Nachwuchs besonders beliebte Attraktion. Zahlreiche Wanderwege laden zudem von der Ranch aus zum Erkunden der Santa Cruz Mountains oder der Steilküste ein. Verschiedene Events wie der „Old-fashioned Independence Day“ oder auch Aktivitäten wie der „Family Living History Day“ machen die Ranch wieder lebendig. Weitere Informationen unter www.parks.ca.gov/?page_id=26413.

Roaring Camp

Normalerweise erleben Besucher des Roaring Camp das idyllische Leben einer Wildwest-Siedlung, begleitet vom Pfeifen der historischen Dampflokomotive, die einst Holzstämme aus dem Wald transportierte, heute aber für Rundfahrten durch die uralten Mammutbaumwälder der Region eingesetzt wird. Das 19. Jahrhundert war jedoch auch vom amerikanischen Bürgerkrieg geprägt. Wie es damals auf dem Schlachtfeld ausgesehen haben mag, erleben Besucher bei der dramatischen Nachstellung des Geschehens. Dabei schreiben die Soldaten der Union und der Konföderierten vor den Augen der Zuschauer die Geschichte quasi neu. Beim nachgestellten Kampf können die Geräusche von Kavalleristen, Musketen und Artilleriegeschossen live erlebt werden, während die Dampfeisenbahn den Bear Mountain hinauffährt. Doch auch der Alltag eines Soldaten wird erfassbar gemacht: So kocht er am Lagerfeuer, säubert seine Muskete und bereitet sich auf den nächsten Feldzug vor. Ein Chuck Wagon Barbecue steht schließlich auch auf dem Programm am Memorial Day-Wochenende. Weitere Informationen unter www.roaringcamp.com.

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