Reisen ins Tessin – Der Mythos Monte Verità

Giardino Group

Sich vegetarisch ernähren, sich selbst verwirklichen, keine Alltagshektik und kein Statusdenken – klingt nach einer wunderbaren Welt und spiegelt die Wünsche vieler wider. Diese Gedanken haben ihren Ursprung allerdings nicht im 21. Jahrhundert, wie man meinen mag, vielmehr war das 20. Jahrhundert noch kein Jahr alt, als sich eine Gruppe junger Aussteiger nach Ascona und den Lago Maggiore aufmachte und dort den „Berg der Wahrheit“ – den Monte Verità gründete.

Der „Berg der Wahrheit“ – Monte Verità – oberhalb des Lago Maggiore im Schweizer Kanton Tessin ist ein Kraftort mit ungeheurer Strahlkraft und zählt ebenso wie der St. Gotthard zu den Schweizer Mythen. Bereits vor 120 Jahren zog es Intellektuelle, Künstler und Aussteiger in das mediterrane Ascona, sie gelten als Vorbild für die später in den 1960-er Jahren folgenden ersten Hippiebewegungen.

Sie verehrten das Licht des Südens, das bis heute nichts von seiner Anziehungskraft auf die Menschen verloren hat, sie ernährten sich vegan und vegetarisch von dem, was die Region hergab und betrieben Yoga, Ausdruckstanz und Meditation. Auch hierbei waren sie der Zeit voraus – heute,  im 21. Jahrhundert hat Yoga so viele Anhänger wie nie zuvor.

Der Traum von einem anderen Leben auf dem „Berg der Wahrheit“

Der Schriftsteller Erich Mühsam kam völlig „abgebrannt“ auf den Monte Verità. In seiner Gefolgschaft der Dichter Johannes Nohl. Die weltweit bekannteste Puppenmacherin Käthe Kruse landete nach ihrem Umzug von Berlin und hochschwanger mit dem zweiten Kind, ihrer ersten Tochter und ihrer Mutter auf dem Monte Verità. Hermann Hesse nahm Reißaus vor dem Alkohol und flüchtete sich nach Ascona. Die russische Malerin Marianne von Werefkin malte in Ascona über sechshundert Bilder, und die deutsche Choreografin und Tanzpädagogin Mary Wigman folgte ihrem Lehrer Rudolf von Laban auf den „Berg der Wahrheit“, wo sie mit ihrem Tanz an die Sonne den Berg zum Leben erweckte.

Naturnahes Leben abseits von Konventionen

Der Monte Verità zählt bis heute zu den magischen Orten der Schweiz, deshalb nannten ihn seine Besitzer den „Berg der Wahrheit“ – Monte Verità. Henri Oedenkoven, Sohn eines belgischen Industriellen, und seine Geliebte, die aus München stammende Pianistin Ida Hofmann, erwarben dort im Jahr 1900 für 150.000 Franken ein 1,5 Hektar großes Stück Land. Die beiden gründeten auf dem Monte Verità ein Sanatorium auf Basis von Naturheilverfahren. Rohkost und vegetarische Ernährung und der Verzicht auf Fleisch, Milchprodukte, Kaffee, Tabak und Alkohol waren oberstes Gebot.

Zeitgleich begannen die Bewohner des Berges ihren Traum von einem naturnahen Leben, abseits der Industrialisierung und des von Materialismus geprägten Lebensstiles, frei von Zwängen zu verwirklichen. Dies drückte sich auch in ihrer Kleidung aus. Die Männer trugen Kniebundhosen und weitgeschnittene Hemden. Statt Hüten, die als zu etabliert galten, trugen sie langes Haar, das sie häufig mit einem Lederband zusammenbanden. Bei den Frauen zeigte sich die feministische Haltung auch durch ihre weiten, langen Kleider. Mieder, die als Symbol der Einengung galten, wurden strikt abgelehnt. Alles, was für eine vegetarische Ernährung benötigt wurde, wurde auf dem kargen Boden angebaut, oftmals mit wenig Erfolg.

Ein Traum zerplatzt, aber Ascona wird über die Grenzen hinaus bekannt

Was mit großem Enthusiasmus auf dem Monte Verità begonnen hatte, scheiterte jedoch im Laufe der Jahre. Die Bergbewohner teilten keineswegs eine einheitliche Lebensvorstellung. Vielen war die harte körperliche Arbeit, die ihnen der Anbau und die Ernte von Obst und Gemüse abverlangte, zuviel. Und so mancher schlich sich im Schutze der Dunkelheit vom Berg hinab nach Ascona, um bei den Einheimischen eine Fleischmahlzeit zu genießen – eine willkommene Abwechslung zur sonst vegetarischen Ernährung. Auch die Gäste des Sanatoriums schienen einem Bruch mit der Enthaltsamkeit nicht abgeneigt und verschmähten den ihnen auferlegten Speiseplan und verhinderten so die wirtschaftliche Rentabilität der Einrichtung. Der Ausbruch des ersten Weltkrieges führte zu weiteren finanziellen Schwierigkeiten, die die Gruppe nicht lösen konnte, und die Gäste des Sanatoriums blieben aus.

Die Intellektuellen und Künstler, die den Monte Verità vor über hundert Jahren bewohnten, waren rückblickend ihrer Zeit weit voraus und ließen die Menschen über die Grenzen hinaus wissen, was die Anziehungskraft Asconas und des Lago Maggiores ausmacht und was bis heute Menschen immer wieder in diese Region zieht – die Sehnsucht nach Sonnenstrahlen, mediterranem Klima und Erholung in der Natur. Durch die vielen deutschen Künstler und Industriellen, wie Max Emden, der seit 1933 am Lago Maggiore lebte, wurde Ascona in Deutschland bekannt. Der leidenschaftliche Golfspieler baute unter anderem den Golfplatz in Ascona, der bis heute zu den schönsten und besten Golfplätzen der Schweiz zählt.

Eine kleine Tür zum Paradies

Durch eine kleine Tür an Loch 3 des Golfplatzes gelangt man heute in ein Paradies, das in den 1980-er Jahren geschaffen wurde. Toskanisch anmutende Villen liegen in einem mediterranen Garten mit Zitronen- und Olivenbäumen, Zypressen und Lavendel. Eukalyptusbäume spenden Schatten, und Ginsterbüsche leuchten in intensivem Gelb. Ein Teich, über den eine kleine Brücke zum Haupthaus führt, ist bedeckt mit Seerosen zwischen denen Koi ihre Bahnen ziehen. Das alles gehört zum Giardino Ascona, eines der bekanntesten Luxushotels am Lago Maggiore, welches an die Geschichte des Tessins als spirituelles Zentrum der Schweiz und den Ruf Asconas als Ort der Entspannung, der Regeneration und des Wohlbefindens anknüpft.

 

Zu Gast im Giardino Ascona

Als Gast im Giardino Ascona kann man einfach die Seele baumeln lassen, das mediterrane Klima und Flair genießen, sich kulinarisch mit den besten Zutaten und Produkten des Tessins verwöhnen und beim Ausflug auf den Monte Verità, den Geist der „ersten Hippies“ der Schweiz spüren. Alles kann, nichts muss ist das Credo bei Giardino.

Wer etwas mehr für sein Wohlbefinden tun möchte, besucht das dipiù Spa des Hotels zu dem ein Innen- und Außenpool, verschiedene Ruhezonen, drei Saunen und ein Dampfbad sowie ein Fitnessraum gehören. Zutaten aus der Region wie Merlotwein, Traubenkern-, Oliven- und Mandelöl, Kastanienhonig und Kräuter des Tessins sind die Zutaten der eigenen dipiù Produktlinie, die durch aktive Antioxidantien verjüngend, zellschützend, revitalisierend und beruhigend wirken.

Yoga und Meditation, wie bereits Anfang letzten Jahrhunderts auf dem Monte Verità zelebriert, gehören zu den Achtsamkeitstechniken der Ayurveda by Giardino Kuren. Selbstverständlich beruhen Yoga und Meditation auf neusten Erkenntnissen. 2016 legte Daniela Frutiger, CEO der Giardino Group, den Grundstein zu Ayurveda bei Giardino und eröffnete das erste Ayurveda-Kompetenzzentrum einer Schweizer Luxushotelgruppe. Die acht verschiedenen Ayurveda-Kuren, die zwischen drei und 21 Tage dauern, basieren auf den Grundlagen der ältesten medizinischen Wissenschaft der Welt. Die besondere Stärke von Ayurveda zeigt sich in der Prävention und darin, dem Menschen ein Bewusstsein für seinen Körper, Geist und Seele zu verschaffen.

Für eine Ayurveda-Kur in der Schweiz sprechen mehrere Gründe: der Gast muss keinen Langstreckenflug und keine Klimaumstellung auf sich nehmen, und auch die Ernährung, die oft Ursache für Krankheiten und Beschwerden ist, ist durch die Verwendung heimischer Zutaten und Kräuter leichter verträglich. Für jeden Ayurveda-Gast wird liebevoll und auf hohem Niveau gekocht, so dass niemand auf Genuss verzichten muss. Eine Verbesserung des Befindens stellt sich meist nach wenigen Tagen ein.

Egal, wie man seinen Urlaub im Paradies unterhalb des Monte Verità verbringt, eine Auszeit im Giardino Ascona lässt die Alltagshektik und Stress leicht verfliegen und hallt noch lange nach. Das Doppelzimmer im Giardino Ascona startet bei 455 CHF pro Nacht, inklusive Frühstück.

 

Kleine Schwester in Minusio – Giardino Lago

Nur 10 Autominuten von Ascona entfernt befindet sich der Ort Minusio. Direkt am See liegt dort die kleine Schwester des Giardino Ascona, das Giardino Lago. Hier fühlt man sich wie an der Küste des Mittelmeers. Das Designhotel mit nur 14 Zimmern und einer Suite gleicht einer privaten Villa. Das stylische Restaurant Lago an der Uferpromenade serviert eine moderne mediterrane Küche. Executive Chef Andreas Marquardt lässt sich von den Osterien des Nachbarlandes inspirieren. Die Qualität und Zubereitung seiner Fleischgerichte aus dem 800 Grad heißen Southbend Broiler aus den USA haben sich bis über die Ländergrenzen herumgesprochen. Im ersten Stock befindet sich die 400 Quadratmeter große Roof Lounge. Hier werden Drinks und Snacks serviert und ein DJ sorgt für den richtigen Sound unter der Tessiner Sonne.

Das Doppelzimmer im Giardino Lago startet bei 285 CHF pro Nacht, inklusive Frühstück. Gäste des Giardino Lago erhalten für 50 CHF einen Day Pass im dipiù Spa des Schwesterhotels Giardino Ascona. Slipper und Handtücher gibt es vor Ort.

 

Höchstmaß an Sicherheit und gleichzeitig authentische Gastgeber

Damit sich alle Gäste in Zeiten von Corona wohl und sicher fühlen, folgt die Giardino Group in ihren Hotels, Restaurants und dipiù Spas den starken Schweizer Vorschriften zur Eingrenzung der Corona-Pandemie (Covid-19). Zum Vorteil der Gäste – noch mehr Platz und noch mehr Ruhe. Weitere Informationen und eine aktuelle Auflistung der Schutzmaßnahmen hier.

Menü