Mobilität

Spiekeroog präsentiert innovatives Konzept für nachhaltige Mobilität

Spiekeroog

Spiekeroog/Frankfurt, 27. Februar 2020.  Es ist neu und innovativ, ein Modellprojekt, das im Idealfall auch von anderen Gemeinden übernommen wird. Die Rede ist von einem Elektro-Auto Konzept für nachhaltige Mobilität, das im Sommer 2020 im Fährhafen der Gemeinde Neuharlingersiel realisiert werden soll. Hier wird künftig eine digital vernetzte Fahrzeugflotte, bestehend aus zunächst zwei E-Fahrzeugen, ganzjährig zur Verfügung stehen. Damit können sowohl Einheimische als auch Touristen flexibel, umweltfreundlich und darüber hinaus zu einem äußerst attraktiven Tagesmietpreis Fahrten tätigen.

E-Fahrzeugflotte auf dem Festland steht Insulanern, Touristen und Einheimischen ganzjährig zur Verfügung – Projekt der Nachhaltigkeitsinitiative Spiekeroog will nicht nur umweltfreundliches Car-Sharing etablieren, sondern auch einen Bewusstseinswandel im Umgang mit Ressourcen herbeiführen

Initiiert wurde dieses Carsharing-Angebot von der „Nachhaltigkeitsinitiative Spiekeroog“ der Nordseebad Spiekeroog GmbH (NSB). Ziel des Angebots ist, es für Insulaner und Festländer gleichermaßen zu erweitern und die Mobilität somit insgesamt intelligenter zu organisieren, besser zu vernetzen und flexibler zu gestalten. Außerdem soll damit auch ein Bewusstseinswandel bei Insulanern und Gästen eingeleitet werden, um die gemeinsame Nutzung von Ressourcen in den Vordergrund zu rücken. Schließlich ist die Insel Spiekeroog durch die Lage mitten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer unmittelbar von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Dies zeigt auch die Berechnung des CO2-Abdruckes der Insel aus dem Jahr 2018, wobei der Verkehr den größten Anteil am CO2-Ausstoß innehatte. Diesen wolle man unter anderem durch den Einsatz von Elektro-Fahrzeugen reduzieren.

„Wir sind bereit zu handeln. Wir wollen aktiv einen Beitrag dazu leisten, nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen. In diesem Fall bedeutet das, den Verzicht auf das eigene Auto und stattdessen die gemeinsame Nutzung eines nachhaltigen Angebots. Damit nimmt die NSB bei der E-Mobilität in Ostfriesland eine Vorreiterrolle ein“, betont die Nordseebad Spiekeroog GmbH. Weiterhin gehe es bei dem Car-Sharing-Angebot auch darum zu beweisen, dass in ländlichen Räumen Mobilitätskonzepte auf Teilhabebasis durchaus funktionieren und nachhaltig etabliert werden können. So wird das Projekt vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Bundesprogrammes Ländliche Entwicklung mit 65.000 Euro gefördert und ist erst einmal, um kostendeckend zu sein, auf drei Jahre beschränkt.

Inselinformationen und Unterkunftsanfragen gibt es auf www.spiekeroog.de. Presseinformationen und Fotos in hoher Auflösung zum Download unter www.spiekeroog.de/presse.

Spiekeroog gehört zu den ostfriesischen Inseln im niedersächsischen Wattenmeer, hat eine Fläche von 18 Quadratkilometern und zählt ungefähr 800 Einwohner. Das staatlich anerkannte Nordseeheilbad verfügt über einen kilometerlangen feinen Sandstrand, kleine Wäldchen, eine reizvolle Dünenlandschaft und einen idyllischen Dorfkern. Auf der grünen Insel trübt nichts den unbeschwerten Naturgenuss, denn Spiekeroog ist autofrei.

Gegründet im Jahr 1924, steht die Nordseebad Spiekeroog GmbH seit knapp 100 Jahren für ein authentisches, nachhaltiges, natürliches sowie qualitativ hochwertiges Urlaubserlebnis. Als Teil des UNESCO-Welterbes Wattenmeer folgt die Insel ihrem grünen Leitbild und verfolgt das Ziel, Vorbilddestination in den Bereichen Tourismus, Mobilität, Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu werden. Eigens für die Umsetzung der Projekte initiiert, stehen auf der Agenda unter dem Motto „Nachhaltigkeitsinitiative Spiekeroog“ verschiedene strategische Ziele, die bis 2022 erreicht werden sollen: Neben dem Erhalt und der Entwicklung des natürlichen Lebensraums auf Spiekeroog hat auch der Ausbau nachhaltiger Inselangebote oberste Priorität. Zu den umweltschützenden Initiativen zählen unter anderem die Installation von öffentlichen Trinkbrunnen, einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Spiekerooger Strandhalle, Solaranlagen auf den Zeltplätzen, Strandmüllboxen, ein ganzheitliches Pfandbechersystem, Ökostrom sowie das klimaneutrale Kino.

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