Von Tomatensalat bis Brotsuppe – Palma-Spezialitäten fürs Homeoffice

Palma

Wer im Homeoffice Reisefieber bekommt und sich nach spanischer Wärme und mediterranem Genuss sehnt, der kann seinen Fernweh-Hunger am heimischen Herd mit köstlichen Kochtipps aus der mallorquinischen Hauptstadt Palma stillen.
So sind fünf wesentliche Elemente nicht aus der Palma-Küche wegzudenken: Ensaimada (süße Brötchen in Schneckenform), Sobrasada (Wurstsorte), Öl, Mandel und Wein. Sie verleihen den Speisen ihren unverkennbaren Charakter, mit individuellem Geschmack und eigener Persönlichkeit.

Ensaimada
Die Ensaimada ist die unbestrittene Königin Palmas. Für die Herstellung des süßen Brötchens gibt es sogar eine eigene Ensaïmada-Verordnung. Darin ist festgelegt, dass der Teig aus 45 bis 56 Prozent Stärkemehl, 16 bis 20 Prozent Zucker, 18 bis 20 Prozent Wasser, sechs bis zehn Prozent Ei, vier bis sechs Prozent Hefe und 20 bis 25 Prozent Schweineschmalz bestehen soll. Er sollte gut geknetet werden und am besten über Nacht ruhen, bevor man kleine Schnecken oder eine große Ensaimada spiralförmig im Uhrzeigersinn daraus formt. Diese werden dann bei 200 Grad 15 bis 25 Minuten lang (je nach Größe) gebacken. Die Hefeteilchen schmecken besonders gut zum Frühstück, eignen sich aber auch als Snack oder Dessert für Zwischendurch.

Sobrasada
Die Sobrasada kann auf eine lange Geschichte kann zurückblicken, denn die mallorquinische Wurst ist seit der Antike Teil des kulinarischen Lebens Palmas. Diese Wurst aus gut gehacktem Schweinefleisch, gewürzt mit Salz, Pfeffer und Paprika, ist seit 1996 von der Europäischen Union geschützt. Die Sobrasada stammt von einer einheimischen Schweinerasse, dem „mallorquinischen Porc Negre“. Seine Besonderheit: 90 Tage vor Schlachtung ernährt es sich nur von Gerste, Hülsenfrüchten und Feigen, was seinem Fleisch später einen einzigartigen Geschmack verleiht. Die Sobrasada schmeckt besonders gut auf geröstetem Brot oder auch mit Bratkartoffeln.

Olivenöl
Neben Ensaïmadas und Sobrasadas ist Olivenöl kaum aus der Zutatenliste mallorquinischer Gerichte wegzudenken. Die Früchte von Olivenbäumen, deren Wurzeln in die Zeit der Phönizier und Griechen zurückreichen, sorgen für eine exklusive „Mallorcan“-Note des Öls, das von einer besonderen Weichheit geprägt ist. Besonders gut schmeckt mallorquinisches Olivenöl auf Brot und bildet so eine weitere Spezialität: pa amb oli. Dabei handelt es sich um dunkles Brot, das mit Olivenöl, Tomaten und einer Prise Salz und Knoblauch serviert wird.

Mandeln
Januar und Februar verwandeln die Umgebung von Palma in ein Meer von Mandelblüten. So ist die Mandel ist ein weiteres Produkt, das roh oder geröstet, mit oder ohne Haut, seit Jahrhunderten Teil der gastronomischen Tradition von Palma. Die kleine Nuss verleiht unzähligen Gerichten Geschmack, bildet die Grundlage von Nougatkuchen sowie Mandeleis und ist die Basis vieler Saucen. Beispielsweise für folgende Mandelsoße: 100 Gramm Mandeln, vier Knoblauchzehen und drei rote Chilischoten klein hacken und in einen Topf mit 500 Millilitern Gemüsebrühe 45 Minuten köcheln lassen. Drei Esslöffel Weißwein und ein Döschen Safranfäden aufkochen und ziehen lassen und zu den Mandeln geben. Alles mit dem Pürierstab zerkleinern, abkühlen lassen. Einen Bund Koriander dazu geben, in Gläschen füllen und vor dem Verschließen mit einer Schicht Olivenöl bedecken.

Wein
Der Wein als Begleiter gehört ebenfalls zur Küche Palmas. Einheimische Rebsorten wie Mantonegro, Callet und Fogoneu für die Roten und Moll oder Prensal Blanca für die Weißen sorgen für besondere Geschmackserlebnisse. Oft wird Wein zum Verfeinern von traditionellen Gerichten genommen. Neben diesen fünf Essentials, kommen aus der balearischen Hauptstadt, die über 1.000 Restaurants beherbergt, noch weitere kreative Spezialitäten.

Trampó
Der Trampó ist eine harmonische Mischung aus Tomaten, mallorquinischem grünem Pfeffer, mallorquinischen Zwiebeln, Öl und Salz. Und in dieser Reihenfolge sollten die Zutaten auch miteinander gemischt werden. Sein Name kommt vom Begriff Trempar, was Würzen oder Dressing bedeutet. Der Salat lässt sich einfach zubereiten und ist im Sommer eine der am meisten konsumierten Spezialitäten der Insel. Der Trampó eignet sich als Vorspeise oder Beilage und als leichtes, gesundes und kalorienarmes Einzelgericht. Dabei kann das Rezept durch das Hinzufügen von Äpfeln, Kapern, Oliven, Kartoffeln oder gekochten Bohnen variiert werden.

Coca de Trampó
Coca de Trampó ist der gebackene Trampó und neben der Ensaimada eines der am weitesten verbreiteten Rezepte in den Bäckereien von Palma. Bei seiner Zubereitung geht es im Grunde darum, die Zutaten des Trampó-Salates, auf einen Brotteig zu legen und alles eine halbe Stunde lang zu backen. Das Ergebnis ist ein traditionelles Gericht mit viel Charakter.

Mallorquinische Brotsuppe
Das traditionelle Gericht schlechthin in Palma ist die mallorquinischen Brotsuppe. Seit dem Mittelalter ist diese Art von Suppe bekannt, deren Besonderheit ist, dass sie trocken ist, denn das Brot saugt die Brühe auf. Bei der Zubereitung sind den Köchen keine Grenzen gesetzt. Das Gericht kann aus Blumenkohl, Mangold, Kohl, Spinat, grünen Bohnen und, und, und produziert werden. Das Gemüse wird etwa 30 Minuten lang in Brühe gekocht. Anschließend werden die dünn
geschnitten Brotscheiben hinzugegeben. Das Ganze ruhen lassen, bis das Brot gut in der Brühe
eingeweicht ist. Guten Appetit!

 

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