Yeosu wird zur Klimabühne: Korea richtet Climate Week der Vereinten Nationen für 10.000 UN-Delegierte aus
Mit der parallelen Ausrichtung zweier Fachveranstaltungen präsentiert Korea Strategien zum Ausbau nachhaltiger MICE-Infrastrukturen.
Eine Großveranstaltung der Extraklasse findet derzeit in Korea statt: die UNFCCC Climate Week der Vereinten Nationen in der Küstenstadt Yeosu. Das Event, das zeitgleich mit der Korea Green Transformation (K-GX) International Week, einem umfassenden internationalen Format, organisiert wird, verknüpft globale Klimadiskussionen mit konkreter Umsetzung. Ziel ist es zudem, internationale Klimaschutzstrategien mit nationalen Dekarbonisierungsprogrammen zu verbinden. Langfristig will sich Korea als Standort für nachhaltige Kongressveranstaltungen, sogenannte „Green MICE", international etablieren.
Internationaler Klimagipfel in Yeosu
An der UNFCCC Climate Week nehmen rund 10.000 Delegierte aus 198 Mitgliedstaaten teil, darunter Vertreter von Regierungen, Unternehmen und Umweltorganisationen. Austragungsort ist das Yeosu Expo Convention Center in der Provinz Jeollanam-do. Die Hafenstadt ist kein unbeschriebenes Blatt in Sachen Klimapolitik: Im Jahr 2008 war Yeosu ein zentraler Ort für Umwelt- und Klimaschutzthemen, primär durch die Vorbereitungen auf die EXPO 2012, die unter dem Motto „Der lebendige Ozean und die Küste“ stand und einen starken Fokus auf Klimawandel und Meeresschutz legte; 2012 verabschiedete die internationale Gemeinschaft dann die „Yeosu Declaration" zum Schutz mariner Ökosysteme.
Green MICE: Korea macht Nachhaltigkeit zur Infrastruktur
Die Durchführung dieser Großveranstaltungen ist Teil des „5. Grundplans zur Förderung der Kongressindustrie“ der koreanischen Regierung. Dieser dient zur Stärkung des nationalen MICE-Sektors. Der vom Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus verkündete Plan konzentriert sich auf die Transformation der Branche durch digitale Innovation, nachhaltige Praktiken und regionale Entwicklung.
Jungtaek Kim, Direktor des Frankfurter Büros der Korea Tourism Organization (KTO), erläuterte die Zielsetzung: „Nachdem wir die K-Pop Kultur, K-Beauty und Koreanische Kulinarik international etablieren konnten, ist nun Zeit für den nächsten Schritt. Wir möchten mit der „Korean Green Transformation“ unser Land als Marke für Klimaneutralität festigen.“
Korea bietet der internationalen MICE-Industrie ein wachsendes Portfolio nachhaltiger Optionen: Green-certified Kongresszentren von Seoul über Busan bis Incheon, Incentive-Formate mit Fokus auf Klimainnovation und K-GX-Showcases, naturnahe Destinationen wie Yeosu und Jeju als Kulisse für nachhaltige Gruppenreisen sowie ein staatliches Commitment, das weit über Absichtserklärungen hinausgeht.

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